Die besondere Geschichte des Fahrradhelms

Vor der Erfindung des Fahrradhelms war das Tragen einer sogenannten Sturzkappe als Schutz des Kopfbereichs üblich. Im Gegensatz zu den gegenwärtigen Modellen ließ sich diese vergangene Variation auf ein kleineres Format knicken oder falten.

In der Konstruktion aus Leder gefertigt, garantierten Schläuche, die direkt am Kopf lagen, die perfekte Passform. Dieser Sachverhalt wirkte sich jedoch eher nachteilig auf den Tragekomfort aus. Die Luftzufuhr durch den Fahrtwind war nur ungenügend und machte die Nutzung besonders an heißen Tagen eher unbequem.

ein radhelm am lenker

Erst 1920 führt man die Produktion von Helmen ein, die innerhalb der Bauweise dem heutigen Vorbild entsprachen (s. Kinderhelm Vergleich). Eine gesetzliche Verankerung setzt sich für die Teilnahme an Rennen 2003 durch. Trotzdem gibt es in Deutschland bis heute keine allgemeine Pflicht für das Tragen eines Helmes im Straßenverkehr.

Innerhalb der politischen Diskussion bildet diese Thematik immer noch ein heftig umstrittenes Thema. Zu rechtfertigen ist die Eingrenzung der individuellen Entscheidungsfreiheit, obwohl die notwendige präventive Maßnahme nur die persönliche Sicherheit betrifft und nicht die der anderen Teilnehmer.

Zudem besteht die Befürchtung, dass die gesetzliche Helmpflicht die Zahl der aktiven Fahrradfahrer reduzieren würde. Eine Bestätigung erfährt diese Hypothese durch empirische Erhebungen in Australien, wo bereits eine Verordnung besteht. In vielen Ländern Europas setzte sich in den letzten Jahren vor allem eine Regelung für Kinder durch.

So existiert in Österreich seit dem 31. Mai 2011 eine Pflicht für Verkehrsteilnehmer unter zwölf Jahren, die selbstständig oder durch die Mitnahme dieses Fortbewegungsmittel beanspruchen. Die Sorge für die angemessene Durchsetzung obliegt der jeweiligen Aufsichtsperson. Mangels Bestimmungen bleibt die Nichtbefolgung jedoch bis heute sanktionslos.

Anders als In Tschechien, wo seit dem 1. Juli 2005 alle Personen unter achtzehn Jahren zur Nutzung im Straßenverkehr verpflichtet wurden. Am selben Tag gab es ebenso in Schweden diese Verordnung, die Altersgrenze wurde hier auf fünfzehn Jahre festgelegt. Statistische Erhebungen dokumentierten die folgende Umsetzung. In Wohngebieten trugen nun 35% mehr Kinder einen Helm. Die Zahl tödlicher Unfälle sank in diesem Jahr von 35 auf 23. Bei den Erwachsenen änderte sich trotzdem nicht sehr viel.

Deshalb brachte die Firma "Hövding" 2010 einen unsichtbaren Helm für das Fahrrad heraus, der ähnlich wie ein Airbag funktioniert. Ein Sack aus Kunststoff füllt sich innerhalb von 20 bis 50 Millisekunden mit Luft und soll so das Risiko einer Verletzung beim Aufprall auf ein Minimum reduzieren. Getragen um den Hals, registrieren Sensoren den Unfall und es folgt sofort die gewünschte Reaktion. Vielleicht kann diese innovative Erfindung zukünftig die Einstellung aller Verkehrsteilnehmer zum Tragen von Fahrradhelmen verändern. Die Durchsetzung und Marktfähigkeit bleibt weiterhin abzuwarten.